10 Schauspieler in denen mehr als ein Held oder Schurke steckt

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Superheldenfilme stehen immer noch hoch im Kurs und sowohl Marvel als auch DC produzieren fleissig mehr oder weniger erfolgreiche Werke am laufenden Band. Für Fans gibt es jedes Jahr gleich mehrere Filme zu sehen und ein Ende ist nicht in Sicht. Kein Wunder, dass so viele bekannte Hollywoodschauspieler ihren Weg in das jeweilige Heldenuniversum gefunden haben. Jeder möchte mal eine größere oder kleinere Rolle in den Produktionen spielen und es gibt auch genug Rollen zu vergeben.

Aber warum soll man sich eigentlich nur auf eine Superhelden oder -schurken Rolle festlegen, wenn man auch gleich mehrere haben kann? Dass man damit durchaus Glück haben kann, haben inzwischen einige Schauspieler erfolgreich bewiesen. Manche haben Rollen in DC Verfilmungen gespielt und sind dann zu Marvel gewechselt, andere um gekehrt und manch einer ist dem Filmuniversum treu geblieben. Bei immer weiteren, neuen Helden und Schurken werden das vermutlich auch nicht die letzten Mimen sein, die sich gleich mehrere Stücke vom beliebten Superkuchen gönnen. Warum auch nicht?

Hier eine Liste von 10 Schauspielern, bei denen das mal mehr oder weniger gut geklappt hat:

1. Fangen wir mit einem Schauspieler an, der einer der wirklich frühen Superheldendarsteller war, zu einer Zeit, als man begann, etwas mehr Geld für diese Art von Produktion in die Hand zu nehmen und mehr als nur die Lizenz den Helden einzukaufen und ihn dann gegen nie zuvor gesehene, merkwürdige gegner ins Feld zu schicken. Ich spreche von niemand geringerem als Michael Keaton, der nach Adam West der erste Batman der Neuzeit wurde und in den beiden Tim Burton Produktionen das dunkle Cape überwarf und der Fledermaus zu neuer Leinwandpopularität verhalf. Nach seiner Rolle in Birdman, in dem er einen Schauspieler darstellt, der in seiner früheren Karriere einen Superhelden gespielt hat (na huch!), kehrte er aber auch wieder zum tatsächlichen Superheldenfilm zurück und spielte den „Geier“ in Spider-Man Homecoming, einem alten Gegner der Spinne. Damit dürfte zwischen seinen Rollen der wohl größte zeitliche Abstand liegen. Außerdem wechselte er nicht nur das Universum, sondern auch gleich die Seiten von gut zu böse. Viel mehr geht wohl nicht.

2. Um bei Batman und dem Wechsel zu Marvel zu bleiben, sprechen wir doch über einen Schauspieler, dessen zweite Rolle erst noch ins Kino kommen muss. Tom Hardy, den wir bisher nur als Bane in der dritten Batman Verfilmung von Christopher Nolan kennen und der dem Dark Knight ziemlich zugesetzt hat, wird demnächst als Eddie Brock den Venom Symbionten anlegen. Man darf gespannt sein was darauf wird, jetzt wo Spider-Man an das MCU (Marvel Cinematic Universe) ausgeliehen ist und der Großteil seiner Schurken ohne in auskommen muss. Eigentlich kann er es nur besser machen als Topher Grace in Sam Raimis verunglückten Spider-Man 3.

3. Es geht aber auch umgekehrt und ein Wechsel von Marvel zu Batman kann durchaus eine Verbesserung mit sich bringen, auch wenn wir uns nix vormachen sollten und die meisten DC Verfilmungen leider nicht wirklich grandios sind. Dennoch hat Ben Affleck einen wesentlich besseren dunklen Ritter abgegeben als Daredevil. Der Film um den blinden Anwalt, der Hells Kitchen im roten Lederdress verteidigt ist mächtig gefloppt und ist für mich eine der schlechtesten Marvelverfilmungen. Da ist die Netflix-Serie wesentlich besser gelungen. Für Afflecks Batman gibt es aber trotz mässig erfolgreicher Filme den Daumen nach oben, trotz großer Befürchtungen der Fangemeinde im Vorfeld.

4. Das nächste Beispiel hat vielleicht keine Superkräfte, aber die haben Batman oder Iron Man auch nicht. Zumindest in einer seiner Rollen. Aaron Taylor-Johnson spielte in Kick-Ass zwei Mal den Möchtegernhelden mit Nervenschaden und Gangsterproblemen. Seine zweite Rolle hat es nur auf eine End-Credit-Szene und einen Film gebracht, den er leider nicht überlebte. In Avengers: Age of Ultron gab er den Bruder der Scarlet Witch, die zweite Hälfte der Maximoff-Zwillinge Quicksilver. Ich muss alleridngs zugeben, dass ich die Version von Evan Peters im X-Men Universum von 20th Century Fox durchaus besser fand. Vielleicht schafft er ja auch den Sprung ins MCU.

5. Ein weiteres Beispiel von Flop zu Top ist Michael B. Jordan, der von seiner Rolle als Johnny Storm, alias Die Fackel im mehr als misslungenen Fantastic Four Reboot zwar Marvel treu geblieben ist, aber die Seiten gewechselt hat und mit Erik Killmonger einen prima Gegenspieler zu Black Panther abgegeben hat. Eine klare Verbesserung.

6. Vielleicht ist es vielen nicht bewußt, aber selbst Sylvester Stallone hat schon zwei Rollen in Superheldenfilmen übernommen. Zuletzt war er der Scavenger Chef Stakar Ogord in Guardians of the Galaxy 2 zu sehen, wenn das auch eher ein Gastauftritt als eine wirkliche Rolle war, aber schon 1995 spielte er Judge Dredd, lange vor Karl Urban. Der Film hatte sicher nicht den heutigen Standard, aber ich fand ihn ganz witzig und deshalb gehört Sly in diese Liste.

7. Bisher ist die Liste sehr Männerlastig, aber es gibt auch Damen, die bereits mehrere Figuren dargestellt haben. Halle Berry zum Beispiel, die in den meisten X-Men Verfilmungen Storm gespielt hat und dann noch den äußerst beschissenen *hust*Catwoman*hust* gedreht hat, den wir lieber schnell wieder vergessen wollen. Einigen wir uns darauf, dass ich sie hier nie erwähnt habe, weil sie nur Ororo Munroe gespielt hat.

8. Einen wohl sehr erfolgreichen Wechsel hat Chris Evans hingelegt, der zunächst in den ersten beiden ernstzunehmenden Fantastic Four Verfilmungen noch vor Michael B. Jordan als Johnny Storm „die Fackel“ gegeben hat, dann aber ins sehr viel erfolgreichere MCU gewechselt ist und in einigen Filmen Captain America dargestellt hat. Eigentlich hat er zuvor sogar noch einen weiteren Schurken gespielt, denn er hatte einen rasanten Auftritt als Lucas Lee, einem von Ramona Flowers teuflischen Ex-Liebhabern in Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, ein Jahr, bevor er den Supersoldaten spielte. Die Rolle als Cap dürfte aber den bisherigen Höhepunkt seiner Superheldenkarriere darstellen. Leider hat er schon angekündigt, das symbolreiche Schild in absehbarer Zeit niederzulegen.

9. Durch ganze zwei missglückte Filme musste sich Ryan Reynolds quälen, der anschließend auch noch darum kämpfen musste, sein Herzensprojekt umzusetzen. Klar, ich spreche zum einen vom völlig misslungenen Wade Wilson im Wolverine Film und dem gruseligen Green Lantern, auf den es im ersten Deadpool auch noch reichlich Anspielungen gab. Und damit sind wir auch bei seinem zuvor erwähnten Herzensprojekt: Deadpool. Ein großartiger Film, der auf Grund des Risikos, dass er R-Rated sein sollte, nicht sehr viel Budget zur Verfügung hatte, aber den Zweiflern die Chimichangas um die Ohren gehauen hat. Reynolds hat damit sicher die Rolle seines Lebens gespielt und es gilt dafür zu beten, dass genau sein Deadpool den Sprung von FOX zu Disney schafft und uns erhalten bleibt. Wer sollte Wade Wilson sonst so gut spielen? Ich freue mich auf Deadpool 2, da Cable und X-Force immer meine absoluten Favoriten waren und ich bin gespannt, was mit mehr Budget so alles geht.

10. Und damit kommen wir auch schon zu dem Schauspieler mit den wohl bisher meisten unterschiedlichen Rollen, den aber die wenigsten als solchen erkennen dürften, ist Josh Brolin. Klar, er ist aktuell im Gespräch weil er in Kürze seinen Auftritt als Cable in Deadpool 2 haben wird und als Thanos in diesem Monat die Infinity Steine suchen wird, mal abgesehen von kleineren Auftritten als Thanos in anderen MCU Filmen, aber wer hat schon auf dem Schirm, dass er auch Jonah Hex in der gleichnamigen Verfilmung der DC-Figur von 2010 gespielt hat, den jungen Agent K in Men in Black 3 und auch eine Rolle in der Verfilmung von Frank Millers Comic Sin City 2 – A Dame to Kill for hatte? Er ist also schon eine Weile im Geschäft, was Comic- und Superheldenverfilmungen angeht. Und ich bin sehr auf seinen Cable gespannt. Zum Glück dauert es bis dahin nicht mehr lang.

Honorable Mention:

Ich habe etwas überlegt, ob ich mit aufnehme, da er eigentlich nur eine wirkliche Superheldenrolle in einer Comicverfilmung hatte, allerdings auch noch ein paar „nah dran“ Rollen in anderen Filmen. Und außerdem ist er eine coole Sau und sollte immer erwähnt werden. Ich rede von niemand geringerem als Samuel L. Jackson, der in fast allen MCU Filmen zumindest einen kleinen Auftritt hatte, denn er hat als Nick Fury die Rächer Initiative um sich versammelt. Auch wenn er sich in den letzten Filmen eher rar gemacht hat, ist er ein wichtiger Fixpunkt im Verlauf der Filme. Darüber hinaus hat er den Bösewicht Valentine im ersten Kingsman Film gespielt, der zwar eine Comicverfilmung ist, aber strenggenommen eher eine Agentenfilmparodie. Superschurken und -helden hat er aber wiederum in Unbreakable mit Bruce Willis gespielt und seine Stimme Frozone in den Unglaublichen von PIXAR geliehen. Beides keine Comicverfilmungen. Also: Close, but no cigar! Dennoch halte ich ihn für erwähnenswert. Schließlich ist es Samuel L. Fucking Jackson!

In Zukunft werden sich sicher noch weitere Schauspieler mehr als eine Rolle krallen und es bleibt dem Fan zu beurteilen überlassen, ob sie diese gut oder schlecht ausfüllen. Vielleicht fallen Euch ja auch noch weitere Darsteller ein, die bereits mehrere Figuren aus dem DC oder Marvel Universum übernommen haben. Schreibt sie doch ruhig in die Kommentare 😉 Vielleicht lohnt sich dann ja ein weiterer Artikel.