Vorbereitet sein!

Zum Überleben bei großen Katastrophen gehört mehr, als sich ein paar Konserven in den Schrank zu legen und die Tür zu verriegeln. Zombies haben ziemlich viel Zeit und es dauert einige Jahre, bis sie von allein zu Grunde gehen. Wenn also der Ausbruch der Pandemie nicht beendet werden kann und das Verhältnis Zombie/Mensch kippt, dann gilt es unter Umständen eine lange Zeit zu überleben, bis sich die Lage wieder normalisieren kann.

Euer Verhalten sollte sich auf jeden Fall auch an die jeweilige Situation und den Fortschritt der Seuchenverbreitung anpassen. Während es z.B. am Anfang sinnvoll sein mag, sich irgendwo zu verbarrikadieren und auf Hilfe zu warten, ist das nach Wochen sicher nicht mehr angebracht. Irgendwann ist abzusehen, dass keine Hilfe mehr zu erwarten ist und dann sitzt man in seinem eigenen Haus vielleicht in der Falle und kann nur zusehen, wie Zombies das Haus belagern und entweder durch den stetigen Druck durch die Barrikaden dringen oder einem die Vorräte langsam ausgehen. Dann muss man handeln und das Haus verlassen. Städte sind dann keine sicheren Orte, da sich dort die meisten Zombies herumtreiben werden. Es stellen sich viele Fragen. Wie kommt ihr dort weg? Ihr müsst an den Untoten unbemerkt vorbei. Was könnt/solltet ihr mitnehmen? Was kommt dann? Diese Fragen wollen wir hier so gut es geht beantworten.

Anfangs-Strategie

Ihr sitzt zu Hause vor dem Fernseher und die ersten merkwürdigen Nachrichten von Unruhen kommen herein. Bis Ihr etwas von der Seuche mitbekommt, ist sie unter Umständen schon weiter fortgeschritten, als man hoffen dürfte, da sie zunächst von den Behörden nicht ernst genug genommen wird und vielleicht sogar von der Regierung vertuscht wird. Vielleicht handelt es sich ja um ein geheimes Experiment, das für den Ausbruch verantwortlich ist. Die ersten Berichte sehen auch noch nach Dingen aus, die man in Krisengebieten wie dem Nahen Osten oder Nordafrika schon öfter im Fernsehen und Internet gesehen hat. Vielleicht denkt man an eine neue Ebola-Epidemie oder einen Vorfall in einem Atomreaktor, weil man Leute in Schutzanzügen sieht und Verletzte in mobilen Behandlungszentren sieht. Ihr registriert dies zunächst nur beiläufig, da man durch die Medien abgestumpft ist und das Ganze irgendwo weit weg seinen Anfang genommen hat.

Dann kommen die Menschenmassen ins Fernsehen. Es sieht nach Unruhen aus, das Militär beginnt einzugreifen. Es werden Lager errichtet, in denen Flüchtlinge aus den betroffenen Gebieten versorgt werden. Die Leute beginnen zu fliehen und wir sitzen immer noch in aller Seelenruhe vor dem Fernseher. Dabei ist es inzwischen schon fast zu spät um noch wirklich zu reagieren und sich einen guten Plan auszudenken. Es ist wichtig, schon die ersten Anzeichen zu erkennen und schnell bereit zu sein. Wenn es die Masse erst mitbekommen hat, wird es schwierig, Vorräte anzulegen und sich dahin abzusetzen, wo man sicherer ist, als auf dem Sofa zu Hause in der Großstadt. Weniger dicht besiedelte Gebiete sind hier sicher vorzuziehen, dann wo weniger Menschen leben, werden am Anfang auch weniger Zombies zu finden sein. Und je schwieriger das Gelände und unwirtlicher das Klima, desto sicherer ist man auch vor den Untoten. Die sterben zwar nicht am Gefrierbrand, aber frieren fest und ein und werden in ferner Zukunft man von unseren Nachfahren mal in einem Eisblock entdeckt und lösen eine neue Seuche aus. Aber das führt jetzt zu weit.

Dem Städter stellt sich nun, wo es eng wird, folgende Frage: Flüchten oder verbarrikadieren? Nun, es kommt drauf an. Wisst Ihr wohin? Gibt es dort, wo Ihr hin wollt eine sichere Zuflucht? Kommen gerade alle anderen auch auf diese Idee? Bis zu einem gewissen Zeitpunkt mag es eine gute Idee sein, sich ins Auto zu setzen und ins Ferienhaus im Schwarzwald zu fahren, doch was macht man, wenn man keines dort hat? Es ist keine gute Idee, die folgenden Tage unter freiem Himmel zu verbringen. Und auch später sollte man immer einen sicheren Unterschlupf haben, oder eine große Gruppe mit vielen Wachen, die sich abwechseln können und in der Lage sind, einen Zombieangriff abzuwehren. Irgendwann werden auch viele andere Leute aus den Städten flüchten wollen und dann kommt man mit dem Auto nicht mehr weit. Man steht im Stau und die aus den Städten herausdrängenden Zombies haben ein schickes Dosenbuffet vor sich. Sie werden den (noch) Lebenden nämlich hinterher ziehen. Spätestens, wenn es in den Städten nichts mehr zu fressen gibt, beginnt die große Zombiewanderung.

Wenn man also ein Spätzünder ist und erst dann auf die Idee kommt, dass man besser nicht in der Nähe der wandelnden Leichen ist, bleibt einem für die nächsten Wochen nur noch die Möglichkeit, sich irgendwo zu verbarrikadieren. Das kann die eigene Wohnung sein oder ein anderer Ort, den man leicht sichern kann. Hierbei darf aber nicht nur das Augenmerk darauf liegen, dass kein Zombie hereinkommt. Nein, man braucht zum einen auch einen Fluchtweg, falls die Untoten doch mal einfallen und zum anderen werden die Vorräte nicht ewig reichen und man muss sich auf die Suche nach neuer Nahrung und anderen Dingen machen, die man zum Überleben braucht. Irgendwann werden Strom und Wasser nicht mehr fließen, zumal man nicht sicher sein kann, ob die pandemische Seuche, die uns in wandelnde Leichen nicht evtl. sogar über unsere Wasserversorgung verbreitet wird. In klassischen Filmen ist es immer der direkte Kontakt mit den Hirnfressern, aber, wie bereits bei „Wie geht es los?“ erwähnt, spätestens seit „The Walking Dead“ heißt es: „Wir sind alle infiziert!“ und es ist nicht klar, wieso und woher. Die Übertragung muss noch auf anderem Wege erfolgen. Ob Tröpfcheninfektion, Luft- oder Wasserübertragung, alles ist grundsätzlich erst mal möglich.

Gehen wir aber nun erst mal vom „Normalfall“ aus und die Seuche wird direkt von Wirt zu Wirt übertragen. Oder zumindest bringt uns das Ganze schnell um und genauso schnell wieder zurück, mit eingeschränkten motorischen und zerebralen Fähigkeiten. Deshalb kann unsere oberste Priorität nur sein: Jeglichen Kontakt vermeiden! Wer gebissen ist oder bereits keinen Puls mehr hat, hat in unserer Nähe nichts verloren. Und wenn die Flucht nicht mehr möglich ist, dann hält man sie eben draußen. Unsere Zuflucht braucht daher ordentliches Mauerwerk und stabile Zugänge, die gut gesichert werden können. Jede normale  Tür wird irgendwann nachgeben, wenn sich einige Zombies dagegen drücken. Denn eines haben die Untoten im Überfluss: Zeit. Und sie werden niemals müde. Glastüren (Stichwort Kaufhaus) sind hier am wenigstens geeignet. und wer keine Stahltür hat, der sichert seine Eingangstüren besser ordentlich. Am besten noch etwas großes und schweres davorstellen, das nicht nachgeben kann und auch das noch möglichst verankern. Wer im Erdgeschoss oder gar in einer Kellerwohnung, muss unbedingt auch noch alle Fenster sichern. Oder sich besser eine höher gelegene Zuflucht suchen, die neben den weniger zu sichernden Fenstern auch noch andere Vorteile bietet. Wohnungen in höheren Stockwerken, die nur über eine engen Flur zu erreichen sind, sind hier in jedem Fall leichter zu sichern, als das schicke Design-Einfamilienhaus mit der geilen Glasfront, die im Sommer schön viel Licht rein lässt. Da zu diesem Zeitpunkt bereits viele Wohnungen verwaist sein dürften, durch Flucht oder weil der ehemalige Besitzer nun lieber auf den Straßen nach Frischfleisch sucht, wird man sich einen sichereren Ort suchen können. Allerdings aufgepasst: Irgendwie muss man dort hinkommen und seine ganzen Vorräte transportieren. Wenn man also den Standort wechseln muss, dann sollte man das mit Bedacht tun. Fürs Erste wird man sich als an genau dem Ort verbarrikadieren müssen, an dem man sich gerade befindet, aber dennoch muss man die Augen offen halten.

Aber es kann natürlich nicht schaden, wenn man einen solchen Umzug bereits vorher geplant hat, bzw. direkt eine leicht zu sichernde Wohnung hat. Nur für den Fall. Entsprechende Materialien, um Türen und Fenster, sowie andere mögliche Zugänge zu sichern, sollte man also auch schon bereit liegen haben. Man kann schlecht ein Fenster vernageln, wenn man dazu noch Hammer, Nägel und Bretter aus dem Baumarkt braucht. Das gehört also schon in den gut sortierten Haushalt. Zumal so ein Hammer auch als legale Waffe geeignet ist, die keine Munition braucht. Zimmermannshämmer mit Metallschaft oder gar aus einem Guss sind hier am besten geeignet. Zum einen haben sie eine schön spitze Seite, die leichter in Zombieschädel eindringt und zum anderen fliegt der Kopf nicht nach ein paar Schlägen in die Pampa und man steht nur noch mit einem kurzen Holzknüppel in der Hand da. Natürlich sind sie auch relativ schwer, was zwar zum einen etwas mehr Schwung bedeutet, aber den Benutzer auch schneller ermüdet. Aber zur Bewaffnung kommen wir später.

Das am besten gesicherte Haus bringt nichts, wenn man darin festsitzt und nach ein paar Tagen Belagerung verhungert und verdurstet ist. Wasser wird nach der Katastrophe nicht ewig aus der Leitung kommen und es ist die Frage, wie genießbar das noch sein wird. Die Pumpen fallen aus, es wird nicht mehr ordentlich gefiltert und geklärt und wird dementsprechend nicht mehr das hochwertige Trinkwasser sein, dass im Moment noch aus unseren Wasserhähnen kommt. Außerdem ist damit zu rechnen, dass allerorts Leichen im Wasser liegen und es ungenießbar machen. Man muss also einen ausreichend großen Vorrat anlegen. Aber Vorsicht! Auch Wasser ist nicht ewig haltbar und kann umkippen und brackig werden. Man sollte also abwägen, ob man das Wasser in vielen kleinen Behältern lagert (die man im Notfall auch leichter mitnehmen kann), oder ob man einen großen Speicher anlegt. Man sollte in jedem Fall bedenken, dass man pro Person täglich ca. 2 Liter Trinkwasser benötigt, Wasser zum Kochen und für die Hygiene noch nicht mit einberechnet. Die Priorität liegt aber hier in jedem Fall natürlich auch dem Schutz vor dem Verdursten.

To be continued…