Was sind Zombies?

Die Figur des Zombies ist keine reine Erfindung des letzten Jahrhunderts, auch wenn sie sich seitdem immer größerer „Beliebtheit“ unter den Horrofiguren erfreuen. Die Menschheit hat schon wesentlich länger eine Furcht davor, dass Tote wiederauferstehen und das Grauen bringen. Zombies sind nur eine der Arten von wiederkehrenden Toten, neben Vampiren, Geistern, etc. aber sie sind auch eine der wahrscheinlichsten Formen.

1. Voodoo Zombies

Der Voodoo-Zombie entsteht durch die Verzauberung eines Menschen durch einen Voodoo-Priester. Mittels einer Droge werden die Körperfunktionen des Opfers reduziert und er willenlos gemacht. Durch das Minimum an Arbeit, dass Herz und Lunge noch leisten, wird der Betroffene häufig für tot erklärt und beerdigt. Nach einiger Zeit läßt die Wirkung aber nach und der Verzauberte kommt wieder zu sich. Dennoch kann es zu Schädigungen des Gehirns kommen (z.B. durch den Sauerstoffmangel im Grab) und der arme Tropf vegetiert nur noch vor sich hin und kann nur noch ein Mindestmaß an Tätigkeit verrichten, was ihn schließlich in die Versklavung durch den Voodoo-Priester führt.

Diese Art des Zombies steht nicht im Fokus dieser Seite, da sie kaum eine Bedrohung darstellt, maximal für einen einzelnen Menschen. Voodoo-Priester können nämlich kaum in die Massenproduktion gehen und die Menschheit überrennen. Er müsste jeden Zombie einzeln erschaffen und eine Vermehrung durch Übertragung von Opfer zu Opfer ist nicht möglich. Eine Apokalypse ist daher ausgeschlossen.

2. Virus Zombie (Kategorie 1)

Zombies im klassischen Sinne, die durch einen Virus entstehen und deren Organismus durch diesen so verändert wurde, dass sie nach dem Aussetzen der Vitalfunktionen wieder auferstehen und als Untote Angst und Schrecken verbreiten. Das Virus sorgt in diesem Fall dafür, dass der Hirnstamm reaktiviert wird und den Körper des Opfers mit minimalen Körperfunktionen ausstattet, wie Bewegung, Sicht und Gehör (Je nach Schädigungsgrad der jeweiligen Organe), sowie dem ultimativen Trieb nach Frischfleisch. Dieser steht für sie an oberster Stelle und sie werden nicht aufgeben, bis sie dieses Ziel erreicht haben und einen saftigen, frischen Menschen verputzt haben.

Diese Form der Zombies hat ihre Vor- und Nachteile. Da es sich um einen Toten Körper handelt, der keine funktionierenden Organe hat, abgesehen vom minimal genutzten Hirn, unterliegen solche lebenden Leichen einigen Einschränkungen. Je nachdem, wie sie zum Zombie geworden sind, ist Ihr Körper von vorneherein mehr oder weniger stark beschädigt. Jedoch ist ein Zombie ohne Beine nicht gleich ungefährlich, da er immer weiter kriechen wird, bis er sein Ziel erreicht hat. Selbst ein einzelner Kopf kann noch zur Gefahr werden, wenn man ihm unbedacht zu nahe kommt. Einzig und allein die Zerstörung des Gehirns wird ihn endgültig stoppen. Die Beeinträchtigungen durch seinen Gesamtzustand machen ihn lediglich schneller oder langsamer. Er wird jedoch niemals erschöpft sein, da er nicht atmet und auch sein Herz nicht mehr schlägt. Genauso wenig verspürt er Schmerz und kann deshalb nicht durch Körpertreffer aufgehalten werden, egal wie schwer sie sind. Selbst Feuer wird ihn nicht sofort aufhalten, was es sehr gefährlich macht, einen Zombie verbrennen zu wollen, denn er wird weiterlaufen und letztendlich mehr Schaden anrichten, als beabsichtigt war. Ein brennender Zombie, der die hölzernen Barrikaden eines Lagers erreicht, kann diese leicht in Brand stecken. Erst wenn der Körper soweit beschädigt ist, dass er bewegungsunfähig ist, ist es sicher, den Körper zu verbrennen.

Da wenige Filme einen längeren Zeitraum der Zombie Apokalypse beleuchten, ist nicht ganz klar, ob das Zombie Virus in der Lage ist, den Verwesungsprozess ganz aufzuhalten oder nicht. Es ist aber auf Grund der unterschiedlich starken Verwesungszustände der Zombies anzunehmen, dass der Prozess nur verlangsamt wird. Hinzu kommen Witterungsbedingungen und weitere Umwelteinflüsse, die für die langsame Zerstörung der untoten Körper sorgen können. Das hält sie möglicherweise über einige Jahre oder gar noch länger im Spiel (ein eingefrorener Zombie kann Jahrhunderte überstehen), jedoch werden sie über kurz oder lang vollständig zerfallen, so dass die anfänglichen Zombiemassen sich auf natürliche Weise reduzieren werden. Ob es bis dahin aber noch menschliche Überlebende geben wird, ist eher fraglich, zumal mit jedem verbliebenen Zombie eine Seuche erneut ausbrechen kann und ganze Überlebendenlager in kurzer Zeit zerstören kann.

Diese fortschreitende Verwesung, in Verbindung mit der minimalen Gehirnfunktion wird dafür sorgen, dass diese Art der Zombies sich wie der von George A. Romero entwickelte Typus. Er wird sich langsam fortbewegen, da der Körper zu gar nichts anderem in der Lage sein wird. Es fehlen einfach die körperlichen Voraussetzungen dazu, einen ordentlichen Sprint hinzulegen. Allerdings sollte man sich dennoch nicht die Illusion machen, einen solche buchstäblich wandelnde Leiche auf Dauer durch schnelles Laufen abzuhängen, da man selbst nicht annähernd die Ausdauer dieser Kreaturen haben wird und irgendwann eine Pause brauchen wird, im Gegensatz zu ihnen. Man sollte ihnen also besser nicht zu nahe kommen und sich möglichst nicht entdecken lassen.

3. Virus Zombie (Kategorie 2)

Nun kommen wir zu den wahrscheinlicheren und potentiell gefährlicheren Zombies – zumindest unmittelbar. Sie besitzen einige Eigenschaften des Kategorie 1 Zombies, aber andere Vor- und Nachteile. So ist auch hier ein Virus für das Verhalten verantwortlich, evtl. könnte es sich aber auch um einen Parasiten handeln. Das Gehirn wird auch hier wieder angegriffen und auf den untersten Trieb beschränkt. Das Fressen. Der wohl wichtigste Unterschied ist in diesem Fall allerdings, dass der Wirt nicht tot ist, sondern „lediglich“ infiziert und dadurch in eine Art Raserei gerät, mit dem Ziel, jeden nicht infizierten Menschen zu töten, der ihm in die Quere kommt. Während zwar das rationale Denken und auch das Schmerzempfinden abgeschaltet ist, haben sie gegenüber Kategorie 1 eine empfindliche Schwachstelle. Sie leben und können daher auf konventionelle Art gestoppt werden. Ein Schuss ins Herz tötet sich genauso zuverlässig wie in den Kopf. Auch mit einem stark versehrten Körper erliegen sie ihren Verletzungen. Nicht-tödliche Wunden werden sie jedoch nicht aufhalten, sofern nicht für die Bewegung wichtige Körperteile zerstört werden.

Da diese Version des Virus Zombies auch schnell fortbewegen kann und nicht so schnell zur Erschöpfung neigt, wird sich dieses Virus zunächst schneller und aggressiver verbreiten, da die Angriffstaktik der Zombies rabiater und schwieriger abzuwehren ist, als die der langsameren Versionen. Das macht gerade die Anfangsphase schwieriger und Menschenansammlungen noch gefährlicher. Wie uns der Film „28 Days Later“ zeigt, ist diese Zombie Apokalypse nicht auf die Ewigkeit ausgelegt, denn die Tatsache, dass es sich um infizierte Menschen handelt und nicht um reanimierte Leichen, wird sich das Virus schneller von allein stoppen, da die Infizierten nach wenigen Wochen schon verhungern werden, da nicht mehr genug „Nahrung“ in Form nicht infizierter Menschen vorhanden sein wird und sie dementsprechend einfach verhungern werden. Das macht sie aber nicht weniger verheerend, denn wahrscheinlich reicht das schon, um die Menschheit weitestgehend auszurotten.

Wenn es eine Zombie Apokalypse geben wird, dann werden wir es wahrscheinlich mit diesem Vertreter seiner Art zu tun bekommen. keine schöne Aussicht.

4. Umwelt Zombie

Der Umweltzombie entsteht häufig durch Strahlung, kann aber auch durch andere Ereignisse entstehen. Grundsätzlich zeigt er meist das Verhalten der Virus Zombies, kann teilweise aber etwas mehr Intelligenz zeigen. Daher ist er eigentlich eher in der Kategorie Mutant einzuordnen.