Wo die Welt endet
- PREIS
- 16,00 €
- SEITEN
- 64
- FORMAT
- Hardcover
- SPRACHE
- Deutsch
- ISBN-13
- 978-3-96219-412-3
Finally! Been waiting for this for so long – a graphic novel based on my novel »Metro 2033«! And it was worth waiting – I actually find this piece stunning. Where's the next volume?!
- Dmitry Glukhovsky
Das Jahr 2033. Der verheerende Atomkrieg, der die Welt in eine radioaktive Ödnis verwandelt hat, zwang die Bewohner Moskaus dazu, in der Metro Zuflucht zu suchen. Über die Jahre entwickelten sich die Stationen der U-Bahn zu regelrechten Staaten, die Handel und auch Krieg miteinander treiben. An der Oberfläche, so heißt es, durchstreifen mutierte Monstrositäten und Schlimmeres die verstrahlten Ruinen der Metropole. Dorthin wagen sich nur Schatzsucher und Wahnsinnige – aber wo ist da der Unterschied? Einer dieser Abenteurer beauftragt den jungen Artjom, durch die Metro zur Polis zu reisen, um einen Mann namens Kommandant Melnik zu finden und ihn vor den »Schwarzen« zu warnen - menschenähnlichen Mutanten, die Artjoms Heimatstation bedrohen…
Mit dieser Adaption des russischen Bestsellers »Metro 2033« verwirklicht sich der Niederländer Peter Nuyten einen Traum, denn er ist selbst der größte Fan von Glukhovskys einzigartiger Mischung aus Survival-Horror, Bildungsroman und dystopischer Gesellschaftskritik. Mit einem Nachwort von Sven Jachmann.
Rezension
02.09.2026Nach den international erfolgreichen Endzeitbüchern von Dmitry Glukhovsky und den darauf basierenden Videospielen, ist nun beim Splitter Verlag eine Grafiknovelle erschienen, die den Stoff um die russische Untergrundbahn adaptiert. Für meine Rezension wurde mir freundlicherweise der erste Band dieser Reihe vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Nach einem Atomkrieg ist die Erdoberfläche unbewohnbar geworden und die Bewohner Moskaus haben sich in die Metro zurückgezogen, die russische Untergrundbahn und fristen dort mehr oder weniger gut ihr Leben, während die Außenwelt von Monstern und Mutanten beherrscht wird. Immer wieder kommt es zu Angriffen von mutierten Riesenratten und den „Schwarzen„, mysteriöse Wesen, die den sicheren Tod bedeuten. Der junge Artjom, der mit zum Wachpersonal seiner Station gehört, wird von einem Mann namens Hunter damit beauftragt, die Kunde von den Mutanten zur Polis zu bringen und dort mit Kommandeur Melnik zu sprechen. Die Reise jedoch ist sehr gefährlich.
Da die Graphic Novel auf seinen Büchern basiert, hat Dmitry Glukhovsky mitgewirkt und die Geschichte zusammen mit Zeichner Peter Nuyten für die auf 4 Bände ausgelegte Umsetzung angepasst. Natürlich kann man keine 1 zu 1 Umsetzung erwarten, aber der Ablauf ist bisher gut umgesetzt, wenn auch deutlich gerafft. Mit dem Spiel kann man hier natürlich gar nicht vergleichen, da es kaum Spieler halten würde, wenn man nur die Wege von Station zu Station laufen würde, mit dem ein oder anderen Angriff durch mutierte Ratten. Dementsprechend geht es im Comic etwas ruhiger zu und es liegt mehr Wert auf der Einführung der Charaktere und der Kultur der Metro selbst, mit den verschiedenen Gruppierungen, die jeweils eigene Staaten gegründet haben und entweder miteinander handeln oder sich gar nicht gut gesinnt sind. Das macht Artjoms Weg auch so gefährlich.
Peter Nuytens Zeichnungen fangen die Stimmung der Endzeitgesellschaft gut ein. Alles wirkt schmuddelig und grob und zeigt damit wunderbar den Schmutz und die gefährlichen Umstände, unter denen die Menschen dort in ihrer letzten Zuflucht leben. Die Farben sind entsprechend gedeckt und in verschiedenen Braun- und Grautönen gehalten, mit wenigen anderen Farben. Kein Wunder, denn unter der Erde gibt es keine Sonne, keine Bäume und auch sonst nichts mehr, was die Überlebenden der Katastrophe von früher kannten. Das alle wirkt, so wie es ist, sehr stimmungsvoll zusammen.
Fazit
Der erste Band führt bisher natürlich erst mal die Figuren und das Szenario ein und verläuft daher noch relativ ruhig. Artjom als Hauptfigur ist von Neugier getrieben und möchte anscheinend seine eigene Station verlassen, dass er schnell Hunters Auftrag annimmt. Bisher tut es dem Comic recht gut, dass der Autor der Romane selbst die notwendigen Kürzungen vorgenommen hat und es bleibt spannend, wie sich die Geschichte in den drei weiteren Bänden entwickeln wird, denn bisher gibt es natürlich noch einige Geheimnisse rund um die Schwarzen und anderen Mutationen, die noch reichlich Erzählstoff bieten. Insgesamt gibt es aber eine schön düstere Endzeitstimmung und die Gefahr ist allgegenwärtig. Jede falsche Entscheidung kann hier das Ende bedeuten. Ich hoffe, dass die Grafiknovelle an den Erfolg der Bücher und Spiele anschließen kann. Das 64-seitige Hardcoveralbum gibt es für 16,- Euro und die hochwertigere Diamant VZA für 69,- Euro.