Comicvorstellung: Conan der Cimmerier Band 8 – Der schwarze Kreis vom Splitter Verlag (Video)

© Splitter Verlag / Runberg / Park

In meinem aktuellen Video stelle ich euch den neuesten Band der Reihe Conan der Cimmerier aus dem Splitter Verlag vor, der den Titel „Der schwarze Kreis“ trägt. Vielen lieben Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

In diesem inzwischen 8. Album der Conan Reihe des Bielefelder Verlagshauses, basierend auf den original Kurzgeschichten von Robert E. Howard, treffen wir zunächst auf Conan mitten im wilden und brutalen Schlachtengetümmel, denn der Cimmerier ist inzwischen Anführer eines afghulischen Heeres, das von den Männern des Statthalters Chunder Chan aus Kshatriya angegriffen wird. Natürlich schlägt der wilde Barbar sie zurück, doch sie entführen sieben seiner Männer. Natürlich sinnt er auf Rache und will seine Männer befreien.

In der Zwischenzeit wird der junge König Bhunda Chand, Herrscher des Königreiches Vendhya in seinem Königspalast in der Hauptstadt Ayodhya vom bösen Magier Khemsa mittels schwarzer Zauber ermordet, alles im Auftrag von König Yezdigerd von Turan. Bei dem Versuch seine Männer zu befreien, entführt Conan stattdessen die Schwester des Königs, die Devi Yasmina und will mit ihr seine Soldaten freipressen, jedoch sind ihm nun zahlreiche Verfolger auf der Spur, die Yasmina lieber tot sehen wollen, unter anderem auch der schwarze Magier Khemsa.

Das Szenario dieses Bandes hat Sylvain Runberg nach Robert E Howards Erzählung entwickelt. An sich mag ich Runberg sehr, denn er hat unter anderem auch das großartige Warship Jolly Roger und On Mars geschrieben, jedoch bin ich hier zum ersten Mal mit einem Conan Band nicht warm geworden. Der Text wollte irgendwie nicht fließen und alles wirkte zäh, sodass ich mich regelrecht durch den Comic durchgequält habe. Ich musste tatsächlich mehrfach anfangen, bis ich dann endlich durch war. Das ist allerdings auch zum Teil den absolut katastrophalen Namen zuzuschreiben, für die Runberg ja nichts kann. Ich meine, was ist denn bitte Yezdigerd für ein Name? Oder Kshatriya? Ayodhya… Alter… die Story an sich ist durchaus ok, geht es um Rache, Befreiung der eigenen Männer, Entführung und wechselnde Fronten, nachdem die eigentlichen Umstände klarwerden. Von der Erzählstruktur abwechslungsreich, aber textseitig zog sich das Ganze leider wie Kaugummi.

Kommen wir zu den Zeichnungen. Hier war der Koreaner Jae Kwang Park am Werk, der das Design entwickelt hat und damit sein Comic Debut gegeben hat und die Zeichnungen und Farben stammen von Hiroyuki Ooshima, wobei mir jetzt nicht so wirklich klar ist, was jetzt der Unterschied zwischen Design und Zeichnungen ist. Ooshima steht nämlich nicht auf dem Cover.

Da wir es nun mit einem Koreaner und einem Japaner zu tun haben, ist ein sehr starker Manga / Manhwa Einfluss zu sehen, den ich für Conan als schwierig empfinde. Es will nicht so recht dazu passen, da Conan einfach nicht nach einem typischen Mangacharakter aussieht und das will mir irgendwie nicht gefallen. Natürlich hat Conan in jedem der bisherigen Bände anders ausgesehen, dank der unterschiedlichen Zeichner, doch hier geht im völlig das kantige, barbarische ab, das einfach zu seinem Look gehört. Muskeln hat er natürlich trotzdem, aber er wirkt einfach drahtiger und vor allem sein Gesicht geht in eine völlig andere Richtung.

Insgesamt wird bei den Zeichnungen sehr stark mit Schraffuren gearbeitet, was durchaus nicht untypisch für den Stil ist, aber häufig damit zusammenhängt, dass ein Manga meist in Schwarzweiß gedruckt wird. Hier haben wir nun aber Farbe, was an vielen Stellen einfach Details untergehen lässt. Ich glaube, ohne Farbe könnte der Comic deutlich besser wirken. Wobei ich die Farben durchaus gut finde, sie lassen bei der vielen Schraffur nur leider alles sehr überfrachtet wirken.

Dazu kommt, dass mir an mehreren Stellen aufgefallen ist, dass die Bilder überhaupt nicht mit den dazugehörigen Texten übereinstimmen, was mich manches Mal verwundert zurückgelassen hat. So steht auf einer Seite, dass Yasmina auf einem samtbezogenen Lager erwacht, sie liegt aber einfach in einer großen Halle auf dem Boden. An andere Stelle steht: Neben ihr stand der schreckliche Dämon selbst, umgeben von den reglosen schwarzen Sehern. Und dann sieht man sie an der Spitze einer Pyramide und die 4 Seher nebeneinander auf halber Höhe… What the fuck? Es gibt noch weitere Beispiele, wo es einfach nicht passt.

Mit dem 8. Band haben wir nun die Hälfte der angekündigten Conan Bände erreicht und bisher war ich ziemlich von den Comics überzeugt. Da will ich bei diesem Ausfall mal ein Auge zudrücken. Bei einer soliden Story ist an vielen Stellen einiges schiefgegangen. Das fängt bei den verrückten Namen des Ausgangsmaterials an, die mich ziemlich haben verzweifeln lassen, über die zähe Schreibweise bis hin zum, aus meiner Sicht, unglücklich gewählten Zeichenstil, der zwar für sich genommen durchaus nicht schlecht ist, im Gegenteil, aber er will mir einfach nicht zu Conan passen.

Dieses Album hat dieses Mal sogar 72 Seiten, statt der bisher üblichen 64, kostet aber dennoch 16 Euro.

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About Stephan

Sozialkompetenter Nerd mittleren Alters mit Leidenschaft für Filme, Serien, Computer- und Konsolenspiele, Comics und Bücher. Egal ob Zombies oder Superhelden, Action oder Komödie, das Repertoire ist umfangreich und die Interessen vielfältig. Und darüber kann man sich auch so schön unterhalten, also setzt Euch, nehmt Euch nen Keks und bleibt ein Weilchen.

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