Comicvorstellung: Zombies Teil 0. Tod und Agonie vom Splitter Verlag

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© Splitter Verlag / Peru / Leoni

Vor einiger Zeit hatte ich bereits ein Video zu den Comics von Olivier Peru und Sophian Cholet gemacht, möchte aber nochmal etwas detaillierter auf die Bände eingehen, da seitdem auch noch ein weiterer Band im Splitter Verlag erschienen ist.

Serge LaPointe ist Schauspieler und kein besonders netter Mensch. Er befindet sich gerade auf einer großen Horror-Convention in Sankt Petersburg, Russland, da der Kanadier vor allem durch Zombiefilme bekannt geworden ist und in der Anfangsszene der Grafiknovelle ist etwas zu sehen, was ziemlich an The Walking Dead erinnert. Wie der Zufall es so will, gibt es seit einigen Tagen Berichte über eine Pandemie und so bricht während seines Aufenthaltes die Zombie Apokalypse aus und Serge sitzt in Russland fest. Er muss einen Weg nach Hause finden. Dabei stellt er fest, dass die Realität etwas anders aussieht, als er es vom Film gewohnt ist.

© Splitter Verlag / Peru / Leoni

Teil 0 der Zombies ist ein Prequel zur Reihe, das hier in Deutschland zwischen dem 2. und 3. Band erschienen ist. Immerhin etwas Lesestoff, da sich die Abstände zwischen den einzelnen Bänden doch etwas gezogen haben. Olivier Peru hat damit eine kleine Vorgeschichte zu Serge geliefert, die dem Charakter etwas mehr Tiefe verleiht. Auch erfährt man ein wenig mehr über den Start der Zombie Apokalypse, wenn auch keinen genauen Grund. Zunächst nicht ernst genommen, ist sie plötzlich da und breitet sich weltweit aus. Peru erzählt diese Geschichte spannend und zeigt, was Leute in extremen Situationen bereit sind zu tun. Gerade die Entwicklung von Serge LaPointe, der vom verwöhnten und eingebildeten Schauspieler plötzlich zum Darsteller seines ganz persönlichen Zombiefilms werden muss, um zu überleben. Der Autor zeigt dabei aber auch Abgründe bei anderen Figuren des Ereignisses. Wie würdet ihr handeln?

© Splitter Verlag / Peru / Leoni

Die Zeichnungen von Lucio Alberto Leoni sind in diesem Prequel der Arbeit von Sophian Cholet, der die eigentliche Reihe mit entwickelt hat, nicht unähnlich, haben aber vielleicht noch einen etwas feineren Strich. Auch wirkt Serge ein wenig anders als in den anderen Bänden. Die Ähnlichkeit ist natürlich gegeben, aber bei Leoni sieht er etwas mehr aus wie Jeremy Davies, der zum Beispiel den Dr. Daniel Faraday in Lost gespielt hat. Also nicht der Rick, den man mit Andrew Lincoln eher aus The Walking Dead kennt. Mein Fanherz für den frankobelgischen Stil wird aber voll und ganz bedient. Die Farben von Matteo Vattoni und Gianluco Garofalo geben der Geschichte einen tristen Look, der für Zombiefilme durchaus typisch ist, da sie entsättigt sind und eher in Braun- und Grautönen gehalten werden. Fast schon ein Sepialook. Passend zum gammeligen und angenagten Aussehen der Zombies.

Fazit

Tolle Story, tolle Bilder, für mich eine der besten Zombiereihen neben den ersten The Walking Dead Comics. Olivier Peru hat hier eine ganz starke Geschichte geschrieben, ganz in der Tradition des Großmeisters George A. Romero, mit seinen Filmen. Hier passt einfach alles. Story, Bilder, Figuren. Viel mehr muss man eigentlich gar nicht sagen. Absoluter Pflichtkauf für Zombiefans! Und 13,80 Euro für 48 Seiten sind auch gut angelegt.

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