Comicvorstellung: METRO 2033 – Band 1 Wo die Welt endet vom Splitter Verlag

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© Splitter Verlag / Glukhovsky / Nuyten

Nach den international erfolgreichen Endzeitbüchern von Dmitry Glukhovsky und den darauf basierenden Videospielen, ist nun beim Splitter Verlag eine Grafiknovelle erschienen, die den Stoff um die russische Untergrundbahn adaptiert. Für meine Rezension wurde mir freundlicherweise der erste Band dieser Reihe vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Nach einem Atomkrieg ist die Erdoberfläche unbewohnbar geworden und die Bewohner Moskaus haben sich in die Metro zurückgezogen, die russische Untergrundbahn und fristen dort mehr oder weniger gut ihr Leben, während die Außenwelt von Monstern und Mutanten beherrscht wird. Immer wieder kommt es zu Angriffen von mutierten Riesenratten und den „Schwarzen„, mysteriöse Wesen, die den sicheren Tod bedeuten. Der junge Artjom, der mit zum Wachpersonal seiner Station gehört, wird von einem Mann namens Hunter damit beauftragt, die Kunde von den Mutanten zur Polis zu bringen und dort mit Kommandeur Melnik zu sprechen. Die Reise jedoch ist sehr gefährlich.

© Splitter Verlag / Glukhovsky / Nuyten

Da die Graphic Novel auf seinen Büchern basiert, hat Dmitry Glukhovsky mitgewirkt und die Geschichte zusammen mit Zeichner Peter Nuyten für die auf 4 Bände ausgelegte Umsetzung angepasst. Natürlich kann man keine 1 zu 1 Umsetzung erwarten, aber der Ablauf ist bisher gut umgesetzt, wenn auch deutlich gerafft. Mit dem Spiel kann man hier natürlich gar nicht vergleichen, da es kaum Spieler halten würde, wenn man nur die Wege von Station zu Station laufen würde, mit dem ein oder anderen Angriff durch mutierte Ratten. Dementsprechend geht es im Comic etwas ruhiger zu und es liegt mehr Wert auf der Einführung der Charaktere und der Kultur der Metro selbst, mit den verschiedenen Gruppierungen, die jeweils eigene Staaten gegründet haben und entweder miteinander handeln oder sich gar nicht gut gesinnt sind. Das macht Artjoms Weg auch so gefährlich.

© Splitter Verlag / Glukhovsky / Nuyten

Peter Nuytens Zeichnungen fangen die Stimmung der Endzeitgesellschaft gut ein. Alles wirkt schmuddelig und grob und zeigt damit wunderbar den Schmutz und die gefährlichen Umstände, unter denen die Menschen dort in ihrer letzten Zuflucht leben. Die Farben sind entsprechend gedeckt und in verschiedenen Braun- und Grautönen gehalten, mit wenigen anderen Farben. Kein Wunder, denn unter der Erde gibt es keine Sonne, keine Bäume und auch sonst nichts mehr, was die Überlebenden der Katastrophe von früher kannten. Das alle wirkt, so wie es ist, sehr stimmungsvoll zusammen.

Fazit

Der erste Band führt bisher natürlich erst mal die Figuren und das Szenario ein und verläuft daher noch relativ ruhig. Artjom als Hauptfigur ist von Neugier getrieben und möchte anscheinend seine eigene Station verlassen, dass er schnell Hunters Auftrag annimmt. Bisher tut es dem Comic recht gut, dass der Autor der Romane selbst die notwendigen Kürzungen vorgenommen hat und es bleibt spannend, wie sich die Geschichte in den drei weiteren Bänden entwickeln wird, denn bisher gibt es natürlich noch einige Geheimnisse rund um die Schwarzen und anderen Mutationen, die noch reichlich Erzählstoff bieten. Insgesamt gibt es aber eine schön düstere Endzeitstimmung und die Gefahr ist allgegenwärtig. Jede falsche Entscheidung kann hier das Ende bedeuten. Ich hoffe, dass die Grafiknovelle an den Erfolg der Bücher und Spiele anschließen kann. Das 64-seitige Hardcoveralbum gibt es für 16,- Euro und die hochwertigere Diamant VZA für 69,- Euro.

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